Die kleinen Vorteile des Monitoring: Festplattenplatz

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die im Netzwerk schnell eine Katastrophe verursachen. Dazu gehört der verfügbare Speicherplatz der Festplatten. Ganz schnell streiken diverse Dienste, die den Produktivbetrieb lahmlegen, wenn der Server seine Daten nicht mehr ablegen kann. Der Klassiker für ein System-Monitoring.

Ein kleiner Bug mit großen Auswirkungen

Aus dem richtigen EDV-Leben: Die AntiVirus-Suite von Symantec läuft auf einer Vielzahl von Servern problemlos. Seit Monaten. Mehrere Signatur-Updates werden täglich vom zentralen Managementserver an die einzelnen Memberserver verteilt. Die Datenmengen sind dabei in Summe nicht ganz ohne. Zu viele Schädlinge kommen im Stundentakt hinzu und sollten ja auch erkannt werden.

Zur Sicherheit behält der AV-Client auf jedem System eine (vom Administrator bestimmte) Anzahl an älteren Signaturen als Backup vor. Ältere Versionen werden gelöscht – wenn alles funktioniert.

Viele Signaturen

Obwohl die Software auf einer Vielzahl von Servern läuft, gibt es ausgerechnet auf dem Dateiserver eine Fehlfunktion. Dort funktioniert die automatische Bereinigung nicht. Als Resultat bleiben sämtliche Backups der Signaturen auf der Festplatte.

Der Bug bleibt unbemerkt. Die Software funktioniert und auch der Anstieg des benutzten Festplattenplatzes scheint nicht ungewöhnlich. 100 Megabyte Zuwachs pro Tag oder mehr sind kein Anzeichen eines Fehlers. Erst auf längere Sicht stellt dies ein Problem dar. Dann kann es aber sehr unangenehm werden. AD-Controller verweigern die Replikation, Exchange fährt seine Datenbanken herunter und – im Fall von Boot-Platten – spielt der Server einfach verrückt.

Ein Alarm zur rechten Zeit

Im IT-Alltag wird ein Monitoring-System meistens für die Überwachung kritischer Prozesse und Dienste eingesetzt. Ein Ausfall oder auch nur eine ungewöhnliche Auslastung müssen sofort eskaliert werden, um den Produktivbetrieb nicht zu gefährden. Sensoren für den belegten Festplattenspeicher dienen eher einer Langzeitanalyse, um zukünftige Erweiterungen besser planen zu können und eine Grundlage für Investitionen zu haben.

Monitoring Alarm: Festplattenplatz

In diesem Fall zeigt aber auch ein derartig einfacher Überwachungssensor seine Nützlichkeit. Nachdem der (meist unbeachtete) HD-Monitor rechtzeitig Alarm schlägt, bleibt dem Administrator genügend Zeit, um eine Diagnose vorzunehmen und die Fehlerursache zu beseitigen. Der gesamte EDV-Betrieb bleibt davon unberührt.

Überwachung des Netzwerks

Für eine effiziente Überwachung eines Netzwerks geht kein Weg an einem Konzept vorbei. Eine blinde Integration aller gefundenen Dienste und Ports stellt nicht nur eine unnütze Auslastung des Netzwerks dar, sondern vernachlässigt auch eine Vielzahl wichtiger Elemente in der individuellen Produktionsumgebung.

Das Setup des Monitoring sollte mit der Erstellung eines Backup- und Desaster-Recovery-Plans Hand in Hand gehen. Auf diese Weise werden nicht nur Systeme, sondern auch Applikationen und abhängige Services sinnvoll miteinbezogen. Manchmal sind es aber auch die kleinen und unwichtig scheinenden Sensoren, die die Ausfallzeit im Netzwerk minimieren helfen.

 


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1 Antwort

  1. 2. Mai 2014

    […] Trendanalyse wie auch in einer Spitzlasterfassung vorliegen: CPU-Auslastung, Hauptspeicher- und Festplattenbelegung sowie verursachte Netzwerklast (wir wollen uns an dieser Stelle auf Server beschränken; in der […]

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