Virtualisierungsplanung durch Monitoring

Der entscheidende Punkt auf dem Weg zur Virtualisierung ist mit Sicherheit die bestmöglichste Planung. Nur wer seine bestehende Umgebung und der Auslastung gut kennt, kann die optimale Umgebung für eine virtuelle Serverlösung schaffen.

Bestandsanalyse

Ohne eine qualifizierte Analyse der wichtigsten Kennzahlen einer Server- und Storage-Umgebung macht keine Virtualisierung Sinn. Nur so kann eine effiziente Auslastung der physikalischen Hosts erreicht und damit das kostengünstige Mittelmaß von erworbenen Servern und erzielter Performance erzielt werden. Denn letztlich soll eine virtualisierte Umgebung ja Einsparungen (Hardware, Stromverbrauch, Wärmeentwicklung und Verwaltung) bringen.

Wichtigste Kenndaten

Die folgenden statistischen Daten jedes zur Virtualisierung vorgesehenen Systems sollten sowohl in einer Trendanalyse wie auch in einer Spitzlasterfassung vorliegen: CPU-Auslastung, Hauptspeicher- und Festplattenbelegung sowie verursachte Netzwerklast (wir wollen uns an dieser Stelle auf Server beschränken; in der Realität sollten auch andere Komponenten wie Switches, SAN und Antwortverhalten von Applikationen in die Vorbereitung einbezogen werden).

Datenerfassung und Auswertung

Wie kommen Sie an diese Daten? Eine manuelle Erfassung ist nicht nur mühsam sondern vor allem fehlerbehaftet! Denken Sie nur an die nächtlichen Aktivitäten Ihrer Server (Backup, AV-Prüfungen, Auswertungen, Indexerstellungen, etc.).
Selbst eine gewissenhafte Prüfung der verbrauchten Ressourcen bildet keine faktische Grundlage. Hier bildet ein 24-Stunden-Monitoring die einzige Möglichkeit einer lückenlosen Datensammlung inklusive grafischer Aufbereitung.
Das Ergebnis der Auswertung muss sowohl die kurz- und mittelfristige Entwicklung wie auch die einzelnen Spitzenwerte (wichtig!) wiedergeben. Die Berücksichtigung des Trends verhindert neuerliche Investitionen in den Ausbau der Infrastruktur, die Toplast-Erkenntnis verhindert Arbeitseinschränkungen und untragbares Antwortverhalten von Anwendungen oder ganzen Systemen.

Kritische Applikationen und Server identifizieren

In vielen Unternehmen gibt es Anwendungen oder gesamte Server, die sich nicht für eine Virtualisierung eignen. Neben den Einschränkungen der Hardwareseite (Beispiel COM-Schnittstellen oder ISDN-Karten) trifft dies vor allem auf Systeme mit großer Auslastung zu.
Nehmen wir als Beispiel einen Datenbankserver, der ständig unter Last steht. Aber was bedeutet „Last“? Nur eine konkrete Analyse des Servers und seiner einzelnen Komponenten bietet eine Grundlage zur letztlichen Entscheidung für oder gegen einen Dedicated Server.
Auch für diese Auswertung (neben CPU und Memory vor allem I/O-Zugriffe und Schreibintensität) bietet das Monitoring mit einer präzisen Aufstellung der Datenbasis eine hervorragende Möglichkeit zur Identifikation von Virtualisierungskandidaten.

Der ideale Virtualisierungshost

Ihre Vorbereitung zur Virtualisierung kann dann als erfolgreich bezeichnet werden, wenn Sie mit einer minimalen Anzahl an physischen Servern eine stabile Performance (inklusive Failover-Test) aller Ressourcen erreichen. Sie sparen damit nicht nur an Hardwareinvestitionen sondern auch an Folgekosten (Lizenzen, Strom, Kühlung, Wartung, etc.). Nur auf Basis einer solchen Analyse kann eine realistische Planung von Host- und Gastsystem erfolgen und damit eine effiziente Virtualisierungsumgebung bereitgestellt werden.

Monitoring: SQL-Server-Statistics

Eine optimale Auslastung der gesamten Hosts sollte aber die Gefahrenquelle der Überlast (und sei es auch nur für kurze Zeitspannen) nicht unberücksichtigt lassen. Denn gerade in einer virtuellen Umgebung hat die Überlastung eines Systems größere Auswirkungen als gewohnt. Und die Nicht-Verfügbarkeit eines Systems oder Dienstes hat damit gleich gravierendere Auswirkungen. Bedenken Sie dabei vor allem die Abhängigkeiten der einzelnen Services (Active Directory und Exchange Server, Applikation und Datenbank, DNS, etc.). Auch hier erspart Ihnen eine auf faktische Daten basierende Analyse eine Vielzahl von Problemen der gesamten Infrastruktur.

Die Abnahme oder der Tag der Wahrheit

Nun steht Ihr sorgfältig geplantes Virtualisierungssystem. Es gibt keine größeren Probleme. Alles gut? Auch jetzt – und jetzt noch wichtiger denn je – gilt es, die Ressourcenanalyse im Auge zu behalten.
Auch jetzt ist ein 24-Stunden-Monitoring der Garant für Verfügbarkeit und rasche Fehleranalyse im Bedarfsfall. Die Kombination von Datenerfassung, Schwellwertanalyse und Alarmmeldung macht Ihre gesamte Infrastruktur ein gutes Stück transparenter und damit weniger fehleranfällig.
Ein gutes Monitoring ist die halbe Miete – vor, während und nach der Virtualisierung! Handeln Sie jetzt und planen Sie eine sichere Migration mit unserer Hilfe.


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2 Antworten

  1. 2. Mai 2014

    […] in jedem Unternehmen Einzug gehalten. Zumindest ab einer gewissen Anzahl an Servern. Die Vorteile sind nicht von der Hand zu weisen. Auch die Verwaltung bietet mithilfe einer (fast) einheitlichen […]

  2. 11. Februar 2015

    […] sicher der Server für die geplante Virtualisierung? Oder ist dieser bereits eine virtuelle Maschine und sollte besser auf einen anderen […]

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