Der Arbeitsplatz von morgen: Mobil, virtuell oder zuhause?

Der Trend geht heute klar weg vom gemeinsamen Büro für alle Mitarbeiter. Die Gründe dafür sind aber höchst unterschiedlicher Art. Manche Firmen wollen einfach Kosten sparen, andere ihren Mitarbeitern mehr Wahlmöglichkeit geben. Wie sieht der Arbeitsplatz von morgen aus?

Die Vorteile des Heimarbeitsplatzes

Yahoo treibt seine Belegschaft zurück ins Büro. Andere Unternehmen treten genau den gegenteiligen Weg an. Und viele stellen ihren Mitarbeitern sogar die Möglichkeit der freien Wahl.

Die Auslagerung der Arbeitsplätze in die eigenen vier Wände bringt viele Vorteile. Flexibilität steht dabei sicherlich im Mittelpunkt. Wer dabei der große Gewinner ist, sei einmal dahingestellt. Aus Unternehmenssicht spricht sicherlich eine Kosteneinsparung (Büroflächen) für diese Ausrichtung. Aber auch manche Mitarbeiter schätzen den Wegfall von langen Wegzeiten und nervigen Stauerlebnissen.

Sind Telearbeiter produktiver?

Ja – das behauptet zumindest eine Standford-Studie (PDF zum Download). Der Gegenstand der Studie (ein Call-Center eines Unternehmens in China) erklärt die klare Einschätzung. Schließlich weist jene Berufssparte enge Kontrollmöglichkeiten auf. Ungestörtes Arbeiten ist ein zentrales Argument – beider Seiten. Die einen klagen über zu viel Tratsch und Ablenkung im Büroalltag, die andere Seite kritisiert die Vermischung von beruflichen und privaten Verpflichtungen im Heimarbeitsalltag.

Arbeiten im Home-Office?Ein Faktor bleibt dabei meist unberücksichtigt: die Produktivität durch „Tratsch“, genannt Informationsaustausch. Schwer zu messen, für manche im beruflichen Alltag aber unverzichtbar. Letztlich ist dieser Faktor wohl stark abhängig von der Funktion und Aufgabe im Unternehmen.

Mobil und Online

Apropos Flexibilität: Egal ob in Büro- oder Heimarbeit, eines ist unbestreitbar. Die Mobilität wird in Zukunft eine immer größere Rolle spielen. Laut einer Studie der IDC werden bis zum Jahre 2015 mehr als 37 Prozent aller Arbeitskräfte zur mobilen Truppe gehören. Die höchsten Zuwachsraten verzeichnen dabei die Staaten im asiatischen Raum (mit China und Indien an der Spitze).

Dieser Trend wird von den neuen technischen Möglichkeiten verstärkt. Vermehrt können diverse Berufe online ausgeübt werden, was den Standort der Tätigkeit in den Hintergrund drängt. Das virtuelle Büro ist nur eine Folge verbesserter Möglichkeiten auf dem Gebiet Kommunikation und Zusammenarbeit. Die Cloud lässt grüßen.

Und in der Praxis?

Wo geht die Reise hin? Was wollen die Mitarbeiter, was gibt die Unternehmensstrategie vor? Wie sieht es mit der sozialen Komponente der Arbeit aus? Verschwimmt in Zukunft die Trennlinie zwischen privatem und beruflichem Umfeld immer mehr (Stichwort: Work-Life-Balance)?

Auf diese Fragen gibt es keine eindeutigen Antworten. Zu unterschiedlich ist die Praxis in den Firmen, zu widersprüchlich die Wünsche der Mitarbeiter. Was aber auf dem Weg zur mehr „Out-of-Office“ nicht vergessen werden darf: die IT-Strategie muss diese Veränderung begleiten und darauf angepasst werden!

Schon wieder eine IT-Strategie!

Ja, es ist zum Mäusemelken. In immer kürzer werdenden Abständen kommt ein neuer Trend auf die Unternehmen zu und dann muss auch noch das (individuell) passende IT-Konzept dafür erarbeitet werden. Wird letzteres von der Geschäftsleitung vernachlässigt, rächt sich dies später im Arbeitsalltag fürchterlich.

Zu beachten ist eine Vielzahl von Faktoren. Beginnend mit der unterschwelligen Einführung des BYOD-Hypes zeichnet sich eine völlig veränderte EDV-Landschaft ab. Auf einmal sitzt nicht mehr der Mitarbeiter „innen“ und der Rest der manchmal so gar nicht vertrauenswürdigen Internetgemeinde „außen“. Jetzt gilt es, mit technischen und strategischen Mitteln Gut und Böse zu trennen. Vorbei sind die Zeiten, wo die hausinterne Firewall den eindeutigen Trennwall bildete.

Die neue Vielfalt im Unternehmen

Die Auflösung der Grenze von privater und beruflicher Nutzung geht weit über die aktuelle Thematik beim Smartphone hinaus. So muss im Home-Office eine unternehmenstaugliche Umgebung geschaffen (gestellt) werden. Auch für alle „Road-Warrior“ muss ein neues Umfeld konzipiert werden, welches sowohl der Flexibilität wie auch der Sicherheit Rechnung trägt. Die Herausforderung der praktischen Umsetzung ist enorm. Die einzelnen Puzzlesteine einer optimalen IT-Infrastruktur werden wir in kommenden Blogbeiträgen näher betrachten.

 


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